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Pressemitteilung Stadtinformation 10.04.2010

Gesucht: ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ?
Die Stadtinformation stellt sich vor


Sie verstehen sich als ehrliche Makler der Interessen Bad Honnefs als Tourismusziel: vierzehn Frauen und acht Männer, die unter der Leitung von Thomas Bock und Michael Mattschenz die Stadtinformation am Rathausplatz ehrenamtlich tragen. Sie betreuen pro Jahr rund 5000 Besucher ? Tendenz steigend. ?



Der jüngste Mitarbeiter ist 40 Jahre alt, die älteste wird in diesem Jahr ihren 80. Geburtstag feiern. Im Durchschnitt sind sie 65 Jahre alt. Die meisten der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben demnach die aktive Berufsarbeit bereits hinter sich gelassen; sie befinden sich im Vorruhestand oder sind Rentner. Darum können sie sich auch mit großer zeitlicher Flexibilität den sog. ?Thekendienst? in der Geschäftsstelle, der bei allen sehr beliebt ist, teilen. Die Berufe, aus denen sie kommen, sind breit gestreut: Unter ihnen sind Handwerker, Verwaltungsfachleute, eine Sozialarbeiterin, ein Ingenieur, ein Jurist, eine Apothekerin, ein Historiker. Sie haben gearbeitet im Bereich der Büroorganisation, in der öffentlichen Verwaltung, als Lehrerinnen, als Bankkaufleute, als Physiotherapeutin, als Verbandsgeschäftsführer, als heilpädagogischer Betreuer. Mit Tourismus hatten jedenfalls die wenigsten - abgesehen von einer Hotelfachfrau - früher etwas zu tun. Es war für die meisten eine ganz neue Herausforderung, sich die Vielzahl von Informationen zu Bad Honnef und seinen touristischen Angeboten anzueignen, um in der Lage zu sein, Gäste aber auch Bürger der Stadt fundiert zu beraten. Und wenn sie bei speziellen Fragen wirklich einmal nicht weiter wissen sollten, sind immer Thomas Bock, Initiator und Ideengeber, und sein Mitarbeiter Michael Mattschenz zur Stelle.

Thomas Bock (45) ist Inhaber des Grafikbüros punkt und pixel. Herausgabe und Produktion von vielen Informationsschriften sind bei ihm in den besten Händen; dies sind unter anderen der monatliche Veranstaltungskalender ?Termine Bad Honnef? ? seit März im neuen Gewand! ? und das umfangreiche Gastgeberverzeichnis. Seit August 2005 betreibt er als private Initiative die Bad Honnefer Stadtinformation mit Hilfe der Ehrenamtler. Die Stadt selbst unterstützt die Arbeit durch projektbezogene Zuschüsse. Thomas Bock ist seit Juli 2009 auch Vorsitzender des Kur- und Verkehrsvereins (KVV).

Michael Mattschenz (55), Leiter der Stadtinformation, ist Angestellter von punkt-und-pixel. Keine Frage bleibt bei ihm unbeantwortet und es gibt kaum etwas, was er über den Tourismusort Bad Honnef nicht weiß, ob es sich nun um Wanderrouten, Busfahrpläne, Tarifzonen des Verkehrsverbunds, Unterkünfte, Einkaufsmöglichkeiten oder Öffnungszeiten der städtischen oder anderer Einrichtungen handelt. Außerdem kennt man ihn als immer hilfsbereit und geduldig.

Die ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen schätzen den lockeren Umgang miteinander und die offene und motivierende Atmosphäre, die in der Stadtinformation herrscht. Sie wissen, dass ohne sie der Betrieb nicht aufrechterhalten werden könnte. Zugleich betonen sie, dass die Möglichkeit hier tätig zu sein, ihnen selbst sehr viel zurückgibt: Kontakte mit anderen Menschen, Gefordert- und Beschäftigtsein, Helfenkönnen, neue Anregungen, Anerkennung, das Gefühl gebraucht zu werden. So hat sich die schöne Erkenntnis durchgesetzt, dass Ehrenamt beiden Seiten gut tut: dem Gemeinwesen und auch den Ehrenamtlern selbst. Es muß daher auch nicht verwundern, dass einige von ihnen zusätzlich in anderen Institutionen ehrenamtlich tätig sind, beispielsweise bei der AWO, im TV Eiche, in der Stadtbibliothek oder im Frauenzentrum.

Die Fragen und Wünsche, die von den Besuchern an die Mitarbeiter der Stadtinformation gerichtet werden, sind manchmal durchaus überraschend und es kann kreative Improvisation gefragt sein. So schneite vor einiger Zeit eine aufgeregte auswärtige Dozentin herein, die glatt vergessen hatte, wo in Honnef sie ihren Vortrag halten sollte. Nach kurzer nachgerade detektivischer Befragung konnten die Mitarbeiter sie zur richtigen Einrichtung schicken. Oder die Mutter, die mit ihrem erwachsenen Sohn in Honnef verabredet war, der jedoch nicht am verabredeten Treffpunkt erschienen war. Sie erschien leicht aufgelöst in der Stadtinformation. Es wurde gemeinsam überlegt: ?Wo kann er sein??; es wurde ein bisschen herumtelefoniert und schon hatte man ihn gefunden! Oder der alte Herr, der die Stadtinformation mit einer Rolle Pflaster betrat und darum bat, ihm die Kompresse vor seinem operierten Auge neu zu verkleben. Man sieht: Die Erwartungen an die Servicemöglichkeiten der Stadtinformation sind bisweilen weitgehend; es musste aber noch kaum jemand ohne Ergebnis wieder fortgeschickt werden.

Die Beratung ist im übrigen in verschiedenen Sprachen möglich. Einige der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sprechen nicht nur englisch oder französisch. Auch in Spanisch und Niederländisch kann geholfen werden. Einer der Mitarbeiter ? Englisch-Muttersprachler ? berichtete in komischer Verärgerung, dass er zwei britische Gäste in Englisch beraten habe und die sich noch nicht einmal gewundert hätten, wie gut er sich in dieser Sprache ausdrücken konnte.

Neben dem ?Thekendienst? bieten die Ehrenamtler spezielle Leistungen an. Das eine sind die Informationsmaterialien, die selbst entwickelt wurden und werden. So gibt es inzwischen nicht nur den Stadtplan von Bad Honnef in den vier Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Schwedisch (der General-Anzeiger berichtete). Angeboten werden auch ein Wanderplan, Tourentipps, ein Baumführer, ein Stadtplan ?Auf den Spuren Guillaume Apollinaires?, Infos zu Bau, Wohnen, Haus und Grund sowie zu Ärzten in Bad Honnef. Weitere Materialien sind in Vorbereitung und werden in Kürze erscheinen: etwa zu Konrad Adenauer, ein Kirchenführer, ein Verzeichnis zur Herkunft der Honnefer Straßennamen (der General-Anzeiger berichtete). Die Pläne können gegen eine Schutzgebühr von ?1,50 (Ärzteplan 1?) in der Geschäftsstelle der Stadtinformation erworben werden. Mit der Gebühr wird die ehrenamtliche Tätigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt.

Zusätzlich zu den Serviceleistungen werden Stadtführungen unter verschiedenen Themenstellungen sowie Wanderungen angeboten. Rudi Kühlem, eine der tragenden Säulen ehrenamtlicher Tätigkeit in Bad Honnef und unter anderem in vielen und verdienstvollen Funktionen auch bei der AWO aktiv, führt Besucher und Einheimische zu den besonderen und bemerkenswerten Bäumen, die in Bad Honnef dank der regen Pflanztätigkeit seit dem 19. Jahrhundert wachsen, aber auch durch das Siebengebirge. Seine Führungen haben fantasievolle und wunderbare Namen wie z.B. ?Bäume lügen nicht? und ausgefallene Themen wie z.B. ?Bäume der Bibel?. Die Eingeweihten nennen ihn auch den Baumpapst von Honnef. Ekki Schmitz war vor Jahren einer der Initiatoren der Aktion Stolpersteine in Bad Honnef. Der Künstler Gunter Demnig verlegt Pflastersteine, sog. ?Stolpersteine? im städtischen Raum, die die Namen von verschleppten und ermordeten jüdischen Mitbürgern und Mitbürgerinnen tragen. Diese Menschen sollen dadurch vor dem Vergessen bewahrt werden. Die Aktion ist inzwischen nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern eingeführt. Ekki Schmitz bietet Führungen in die Straßen mit Stolpersteinen und zum jüdischen Friedhof in Bad Honnef an. Mit ihm zusammen kann man aber auch entlang dem Literarischen Simrock-Freiligrath-Weg von Menzenberg über Rheinbreitbach und Scheuren nach Unkel wandern oder sich von ihm auf dem Apollinaire-Weg durch Honnef führen lassen. Jutta Oberbillig unternimmt für Personen, die es gesundheitsbewußt aber nicht zu fordernd angehen wollen, Wanderungen in das Siebengebirge, bei denen unterwegs Pausen und Unterbrechungen für Dehnübungen eingeplant sind. Klassische Stadtführungen vorbei an Bad Honnefs Sehenswürdigkeiten bieten Karin Henning und Tatjana Eming an. Wer es sportlich mag, wandert mit Michael Mattschenz am Rhein entlang oder durch das Siebengebirge, denn Achtung: Er ist nicht nur groß, sondern hat auch die entsprechend langen Beine. Zu seinem Angebot gehört auch ?Langlauf ohne Schnee?: das Nordic Walking. Individuelle Wünsche und Vorstellungen der Teilnehmer werden berücksichtigt.
Sämtliche Führungen und Wanderungen können über die Stadtinformation gebucht werden.

Alle in der Stadtinformation Tätigen verbindet die Liebe zur rheinischen Heimat, seien sie nun ?waschechte? Honnefer oder irgendwann einmal zugezogen. Fast alle sagen, dass sie selbst gerne reisen und darum Freude daran haben, den Gästen in unserer Stadt bei der Orientierung und Nutzung der Angebote behilflich zu sein. Die Nutzer der Stadtinformation sind derzeit überwiegend Einzelreisende und Kurzzeitgäste. Die Mitarbeiter würden es begrüßen, wenn Anreize auch für längere Aufenthalte geschaffen werden könnten. Gemeinsames Anliegen ist es auch, den anspruchsvollen und umweltbewussten Tourismus in Bad Honnef und Umgebung weiter voranzubringen. Das kann gelingen, wenn ? unterstützt durch ein angemessenes Marketing - die gesellschaftlichen und politischen Institutionen, die Gewerbetreibenden, die Bildungseinrichtungen und die Bürger hieran konsequent zusammenwirken. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadtinformation gehen jedenfalls schon mit viel Elan und gutem Beispiel voran.

Für die vielseitige ehrenamtliche Tätigkeit in der Stadtinformation werden wieder Interessenten gesucht. Um Kontaktaufnahme wird gebeten.


Adresse: Stadtinformation Bad Honnef, Rathausplatz 2-4, 53604 Bad Honnef
Tel.: 0 22 24 / 9 88 27 46
Fax: 0 22 24 / 9 88 37 75

www.stadtinfo-badhonnef.de
E-Mail: info@stadtinfo-badhonnef.de
Öffnungszeiten sind Mo-Fr von 10-18 Uhr und Sa von 10 bis 13 Uhr.

Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten sind Mo-Fr von 10-18 Uhr und Sa von 10 bis 13 Uhr

Ansprechperson: Thomas Bock
Straße/Nr.: Rathausplatz 2?4
PLZ/Ort: 53604 Bad Honnef
Tel.: 02224/9882746
Fax.: 02224/9883775
E-Mail: info@stadtinfo-badhonnef.de
Internet: http://www.stadtinfo-badhonnef.de


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